Seiteninterne Navigation

Freie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband Bayern

Navigation

 

Aktuelles


Aktuelle Termine
finden Sie
hier


Besuchen Sie uns auf facebook

Seiteninhalt

Trinkwasserversorgung Tannenwirtshaus

Endlich sauberes Wasser für Tannenwirtshaus!

Im Rahmen der Wahlwerbung luden die Freien Wähler Marktleugast zur Diskussion um den längst überfälligen Anschluss der Wasserversorgung Traindorf, Tannenwirtshaus, Weidmes, Hohenreuth und Baiersbach ein. Dass im Gasthaus Schulz in Tannenwirtshaus kein freier Platz mehr frei war, bestätigte das immense Interesse der betroffenen Bürgerinnen und Bürger an ihrem Trinkwasser. 2. Bürgermeister Hermann Dörfler erläuterte, dass bereits Ende 2007 wegen eines „Düngeunfalls“ die Baiersbacher Quelle, aus der die Ortsteile ihr Wasser beziehen, als "nicht schützbar" eingestuft und in diesem Zusammenhang vom Landratsamt Kulmbach die Auflösung gefordert wurde. Seit dieser Zeit wurden die Kosten für den Anschluss an die vorhandene Ringleitung und somit an die zentrale Wasserversorgung Marktleugasts mehrmals im Haushalt eingestellt. Trotz Aufforderung aller im Gemeinderat vertretener Fraktionen ist der Anschluss bis heute noch nicht realisiert.

Nachdem im Herbst 2013 bekannt gegeben wurde, dass die Umsetzung der Maßnahme erneut verschoben wird, ließ Rainer Gilke - Einwohner von Baiersbach - das Quellwasser auf eigene Kosten untersuchen. Mit dem Ergebnis wandte er sich schriftlich an Bürgermeister Volk. Dieser wurde darüber informiert, dass die gemessenen Nitratwerte zwar mit 33 mg/l noch im Grenzbereich lägen, aber in diesem Ausmaß von Fachleuten als signifikant erhöht eingestuft würden. Es bestünde nach wissenschaftlichen Untersuchungen eine nicht unerhebliche Gefährdung an Krebs zu erkranken. Noch schlimmer betroffen seien nach seinen Recherchen Säuglinge bis zum 6. Lebensmonat: hier liege der Grenzwert für Nitrat im Trinkwasser zwischen 10 und max. 20 mg/l. Alle vorliegenden Untersuchungsergebnisse, auch die durch den Markt Marktleugast beauftragten, liegen deutlich über diesen Grenzen. Für Säuglinge bestünde somit ein deutlich erhöhtes Risiko an „Blausucht“ zu erkranken. Erwachsene mit entsprechender Veranlagung seien ebenfalls gefährdet.

Nitrat ist in Düngemitteln, so z.B. auch in Gülle, enthalten und kann durch Abkochen des Wassers nicht zerstört werden. Neben einer erhöhten Nitratbelastung birgt die Versorgung der Ortsteile durch eine oberflächliche Quelle jedoch auch andere Gefahren. So könnten Leichtflüssigkeiten wie Öl oder Benzin aus verunfallten Fahrzeugen ins Trinkwasser gelangen. Die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger ist somit permanent in Gefahr.

Die Betroffenen sind vorallem deshalb verärgert, weil sie - mit dem Verprechen, dass der Anschluss unverzüglich erfolge - bereits seit 2009 denselben Wasserpreis zahlen wie der Rest der Bevölkerung, der an die zentrale und sichere Wasserversorgung angeschlossen ist. Die durch den Bürgermeister vorgeschobenen Argumente, dass derzeit kein Geld vorhanden sei und ein Anschluss der betroffenen Ortsteile an das Marktleugaster Wassernetz den Preis für Trinkwasser weiter steigen ließe, verursachen bei den Tannenwirtshäusern und ihren Nachbarn nur Kopfschütteln.

Grafengehaigs Bürgermeister Werner Burger ließ im Zuge der Versammlung wissen, dass er mit dem Ortsteil Weidmes ebenfalls an dem Thema beteiligt sei. Aufgrund der schleppenden Fortschritte durch den Markt Marktleugast habe er aber inzwischen eine eigene Lösung gefunden und umgesetzt. Weidmes ist bereits an das zentrale Wassernetz der Walberngrüner Gruppe angeschlossen.

Die Freien Wähler um Ortsvorsitzenden Michael Schramm sagten zu, dass sie sich für eine zügige Umsetzung dieser Pflichtaufgabe der Marktgemeinde einsetzen werden. Die Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger der gesamten Großgemeinde müsse gleichermaßen durch ein sauberes Trinkwasser gesichert werden. "Hier muss nun endlich eine schnelle Lösung her.", forderte Bürgermeisterkandidat Reiner Meisel und versprach seine volle Unterstützung.