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Freie Wähler formieren sich neu

Freie Wähler formieren sich neu

Seit Dienstagabend haben die Freien Wähler Marktleugast ein neues Vorstandsteam. Unser Bild zeigt (von links) Kreisvorsitzenden Klaus Zahner, zweiten Vorsitzenden Hermann Dörfler, den neuen Kassierer und Bürgermeisterkandidaten Reiner Meisel, Vorsitzenden Michael Schramm, den neuen Schriftführer Hubert Ott und Ehrenvorsitzenden und Altbürgermeister Manfred Huhs. Foto: Hampl
Seit Dienstagabend haben die Freien Wähler Marktleugast ein neues Vorstandsteam. Unser Bild zeigt (von links) Kreisvorsitzenden Klaus Zahner, zweiten Vorsitzenden Hermann Dörfler, den neuen Kassierer und Bürgermeisterkandidaten Reiner Meisel, Vorsitzenden Michael Schramm, den neuen Schriftführer Hubert Ott und Ehrenvorsitzenden und Altbürgermeister Manfred Huhs. Foto: Hampl

Frankenpost vom 18.07.2013

Zwei Monate ist es her, dass die Freien Wähler Marktleugast in der Nominierungsversammlung zur Kommunalwahl Reiner Meisel auf den Schild hoben und somit den eigenen Bürgermeister Norbert Volk ausbremsten. Im Ortsverband scheinen sich die Wogen zu glätten, doch unter der Oberfläche brodelt es weiter.


Von Thomas Hampl

Marktleugast - Die Turbulenzen der vergangenen Monate haben die Freien Wähler (FW) Marktleugast personell gehörig durcheinandergewirbelt. Und dennoch ist die Mitgliederzahl in etwa konstant geblieben, wie Vorsitzender Michael Schramm am Dienstagabend in einer Mitgliederversammlung im Gasthaus Ott in Marienweiher berichtete. So hat es seit Mai, als sich Reiner Meisel knapp gegen den amtierenden Bürgermeister Norbert Volk durchsetzte, zwar 13 Austritte gegeben. Dafür habe man aber bereits 15 neue Mitglieder gewonnen, sagte Schramm. Zu den 13 Austritten kämen noch drei Todesfälle, ein Wegzug und ein "verschleppter" Austritt vor zwei Jahren, sodass man im Ortsverband gegenwärtig mit 52 Mitgliedern drei weniger habe als vor einem Jahr.

In seinem Rückblick auf die Ereignisse der vergangenen Monaten übte Schramm harsche Kritik an der Amtsführung von Bürgermeister Volk. Er trage letztendlich die Verantwortung dafür, dass es bereits vor zwei Jahren zu einer Spaltung im Vorstand der Freien Wähler Marktleugast gekommen sei. Volk habe Hilfe ausgeschlagen, konstruktive Kritik nicht akzeptiert und keine Kompromissbereitschaft gezeigt. Der Bürgermeister habe durchaus geahnt, dass er einen Gegenkandidaten bekommen könnte und die Nominierungsversammlung deshalb so frühzeitig angesetzt, sagte Schramm. Zu der Versammlung habe Volk fünf neue Mitglieder mitgebracht, die ihn unterstützen sollten. Vier davon seien übrigens inzwischen wieder ausgetreten. Volk selbst habe inzwischen einen Kreuzzug gegen die Freien Wähler gestartet und sei zusammen mit anderen aus Vereinen ausgetreten, in denen Freie Wähler sind (zum Beispiel aus dem Frankenwaldverein Marktleugast, dessen Obmann Reiner Meisel ist). Haarsträubend sei, dass Volk Ehrendienste verweigere, die der Bürgermeister immer übernommen habe, berichtete Michael Schramm. Sein Vater Otto Schramm fügte hinzu, dass sich Volk bereits im Februar 2012 an den Landesverband gewandt und gefragt habe, was er tun könne, falls er von den eigenen Leuten nicht wieder nominiert werde. Und auch vom Kreisverband habe er sich Hilfe geholt.

"Es ist ein Märchen, dass Norbert Volk nichts von einem möglichen Gegenkandidaten gewusst hat", sagte Reiner Meisel, der letztendlich die Abstimmung in der Nominierungsversammlung für sich entschieden hatte. Schon im März sei er von anderen darauf angesprochen worden, ob er wohl kandidieren wolle. Nur Norbert Volk selbst habe ihn nie dazu gefragt.

"Im Mai haben wir Norbert Volk demokratisch abgewählt, und jetzt kann er Vereine und Bürgermeisteramt nicht voneinander trennen", schimpfte zweiter Bürgermeister und stellvertretender FW-Ortsvorsitzender Hermann Dörfler. "Ich habe vor zwei Jahren gesagt, dass ich als zweiter Bürgermeister aufhören werde, wenn sich an der Amtsführung nichts ändert. Volk hat Besserung gelobt, aber nichts hat sich getan. Jetzt stehen wir vor einem Neubeginn. Wir wollen mit Reiner Meisel einen neuen Weg einschlagen."

Herb enttäuscht von seinem Amtsnachfolger zeigte sich am Dienstagabend in Marienweiher Altbürgermeister Manfred Huhs. Sein Dank galt Hermann Dörfler, der couragiert gehandelt habe. Es freue ihn, dass Reiner Meisel Bürgermeister werden wolle. "In Marktleugast stehen die Uhren still, und Stillstand ist für mich Rückschritt", schimpfte Huhs. Der Altbürgermeister ärgert sich auch darüber, wenn sein Nachfolger darauf verweist, dass die Gemeinde kein Geld habe und dass er als ehrenamtlicher Bürgermeister auch noch einen anderen Beruf ausübe. In seiner 24-jährigen Amtszeit habe er, Huhs, als ehrenamtlicher Bürgermeister trotz knapper Kassen viel bewegt, was jeder im Ort sehen könne.

So einig, wie sich der verbliebene Ortsverband der Freien Wähler Marktleugast in der Kritik an Norbert Volk ist, so einig zeigte er sich am Dienstag bei den Neuwahlen (siehe Infokasten). Sämtliche Kandidaten bekamen die 24 Stimmen der 24 wahlberechtigten Mitglieder. In seinem Ausblick versprach Michael Schramm, dass der Ortsverband für die Kommunalwahl eine starke Liste präsentieren werde.

FW-Kreisvorsitzender Klaus Zahner erklärte, das neue Vorstandsteam werde viel zu tun haben. Zu den Vorgängen im Mai wolle er nichts mehr sagen. "Aber es hinterlässt Wunden. Einige Austritte haben mich betroffen gemacht."