Seiteninterne Navigation

Freie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband Bayern

Navigation

 

Aktuelles


Aktuelle Termine
finden Sie
hier


Besuchen Sie uns auf facebook

Seiteninhalt

Podiumsdiskussion 3

Marktleugast: Das Rathaus reicht aus

Ob der Abbruch des bisherigen Verwaltungssitzes in Markleugast richtig war - darüber streiten sich noch heute die Geister. Eine Alternative zum neuen Rathaus in der alten Schule gibt es aber nicht, wie bei der Podiumsdiskussion der Bürgermeisterkandidaten am Dienstag im FC-Sportheim deutlich wurde.

Bayerische Rundschau vom 27.02.2014
von Matthias Beetz

"Was bleibt uns denn schon anderes übrig", kommentierte Reiner Meisel den aktuellen Verwaltungsstandort. "Wir müssen das Haus halt jetzt so ausbauen, dass alle für die Mitarbeiter passt und dass wir auch einen behindertengerechten Zugang bekommen."

Dass der Abbruch des alten Rathauses und vor allem die Entscheidungsfindung dazu nicht in seinem Sinne waren, daraus machte er kein Geheimnis. "Man hat es im Vorfeld versäumt, miteinander zu reden. So etwas darf nicht mehr passieren. Unser Rathaus liegt liegt jetzt teilweise im Kupferberger Steinbruch. Und wir sind die einzige Gemeinde in Bayern, die kein Geld aus dem Konjunkturpaket bekommen hat."

"Bei diesem Thema könnte ich fast meine gute Erziehung vergessen", erklärte Franz Uome. Es tue ihm im Herzen weh, wenn er an das investierte Geld und den fehlenden Zuschuss - nach seiner Aussage eine Summe von rund 500.000 Euro - denke. Für die Zukunft gelte es nun, ein Gesamtkonzept Rathaus zu entwickeln.

Demokatischer Beschluss
Ganz anders Norbert Volk: "Der Abriss war ein demokratischer Mehrheitsbeschluss", betonte er und unterstrich, dass auch ihn das verlorene Geld schmerze. Aber: Der letzte Kostenvorschlag für die Sanierung habe - ohne Außenanlagen - bei 880.000 Euro gelegen.

Das jetzige Rathaus in der alten Schule biete genügend Platz. Erstmals sei auch das Archiv dort untergebracht. "Das reicht für die nächste Zeit."

Der "demokratische Mehrheitsbeschluss" rief aber wieder Franz Uome auf den Plan. " Die Entscheidung zum Rathausabbruch haben neun Personen getroffen. Fast 80 Prozent der Bürger wollten eine Sanierung." Aber auch diese Aussage blieb nicht unkommentiert: Nur 51 Prozent der Bevölkerung hätten überhaupt am Bürgerentscheid teilgenommen, korrigierte Norbert Volk. "Und davon waren 80 Prozent für eine Sanierung." Volk gab außerdem zu bedenken, dass alle noch verwendbaren Bauteile wie Türen und Fenster und anderen gemeindlichen Gebäuden eingesetzt wurden.

Sanierung hin, Abbruch her - auch nach dem 16. März werden die Fraktionen im Marktleugaster Rathaus miteinander arbeiten müssen. Wie sich die Bürgermeisterkandidaten - wer auch immer das Rennen macht - diese Arbeit vorstellen? Norbert Volk will sich weiter "offen und ehrlich" für Marktleugast engagieren, wenngleich er sich nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre Vertrauenspersonen noch genauer aussuchen werde.
Für Reiner Meisel gibt es keinerlei Berührungsängste. "Im Gemeinderat geht es immer um Marktleugast, da müssen wir miteinander arbeiten. Und das werden wir auch machen."

Ohne Parteipolitik
Zusammenarbeit über alle Fraktionsgrenzen hinweg kündigte ebenso Franz Uome an, denn "Parteipolitik hat im Gemeinderat nichts zu suchen". Im Falle seiner Wahl kann sich Uome sogar eine Wochenendklausur des neuen Gremiums vorstellen, um sich gemeinsam auf die kommenden Aufgaben einzustellen.

Mehr als 160 Besucher wollten sich die Podiumsdiskussion der Marktleugaster Bürgermeisterkandidaten im FC-Sportheim nicht entgehen lassen. Fotos: Miriam Hegner und Diana Bauer
Mehr als 160 Besucher wollten sich die Podiumsdiskussion der Marktleugaster Bürgermeisterkandidaten im FC-Sportheim nicht entgehen lassen. Fotos: Miriam Hegner und Diana Bauer
Mehr als 160 Besucher wollten sich die Podiumsdiskussion der Marktleugaster Bürgermeisterkandidaten im FC-Sportheim nicht entgehen lassen. Fotos: Miriam Hegner und Diana Bauer
Mehr als 160 Besucher wollten sich die Podiumsdiskussion der Marktleugaster Bürgermeisterkandidaten im FC-Sportheim nicht entgehen lassen. Fotos: Miriam Hegner und Diana Bauer