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Podiumsdiskussion 4

Bürgermeister in Vollzeit

Marktleugast — Welcher Zeitaufwand ist nötig, um Marktleugast führen zu können? „Ich
werde ganztags für die Gemeinde da sein“, stellte Franz Uome fest, der sich inzwischen
in Altersteilzeit befindet. Denn: „Mit wenigen Stunden ist die Gemeinde nicht zu führen.“ Was auch Norbert Volk so sieht: „Sollte ich wieder Bürgermeister werden, werde ich
den Schalter in diese Richtung umlegen“, sagte er und kündigte seinen Rückzug aus dem Beruf des Zollbeamten an. Und Reiner Meisel? „Ich mache keine halben Sachen“, betonte der selbstständige Zahntechniker, der im Falle seiner Wahl eine Kooperation mit einem Dentallabor ankündigte.

 

Internet ist ein Muss

Marktleugast — Marktleugast braucht das schnelle Internet. Weil sich dadurch auch wirtschaftlich neue Perspektiven ergeben, wie Reiner Meisel betonte, der ein Gründerzentrum mit der FH Hof ins Gespräch brachte. Meisel setzt auch auf die Zusammenarbeit im Bereich der LQN-Gemeinden.
Franz Uome sieht Chancen durch ein von der Staatsregierung angekündigtes, neues Förderprogramm, das in der Antragstellung leichter zu handhaben ist.
Wie Uome setzt Norbert Volk auf eine interkommunale Zusammenarbeit, die bei einem Sondierungsgespräch mit Stammbach und einem möglichen Betreiber schon begonnen
habe. „Tele-Arbeitsplätze sind die Zukunft.“

 

Die Schule ist Chefsache

Marktleugast — Ist der Schulstandort Marktleugast sicher?
Norbert Volk meint „mittelfristig ja“. Die Gemeinde habe die Schule in den zurückliegenden Jahren modern ausgestattet, für die Zukunft gerüstet und so gerettet. 2014 kommen laut Volk zu momentan 231 Schülern (davon 34 aus dem Unterland) 35 Abc-Schützen hinzu.
„Die Schule muss Chefsache sein“, betonte Reiner Meisel und erinnerte an den Bürgerentscheid zum Bau der Dreifachsporthalle, der den Schulstandort gestärkt habe.
„Sehr wachsam sein“ empfahl Franz Uome und riet zu einem intensiven Kontakt zwischen Marktgemeinde, Schulleitung und den übergeordneten Schulbehörden.

 

Persönliche Perspektiven

Marktleugast — Die drei Marktleugaster Bürgermeisterkandidaten kennen sich zum Teil seit Kindertagen und aus der täglichen Arbeit für die Gemeinde und in den Vereinen. Doch wie beurteilen sie sich gegenseitig? BR-Redaktionsleiter Alexander Müller fragte sie direkt. Das Ergebnis:
Reiner Meisel schätzt an Franz Uome, „dass er seriös und sehr ruhig“ an die anstehende Arbeit geht.
Franz Uome schätzt an Norbert Volk „seine große Gelassenheit“.
Und Norbert Volk schätzt an Reiner Reiner Meisel, dass er „ein hervorragender Zahntechniker ist und sich bei LQN stark engagiert“.

 

Ortsgestaltung bleibt wichtig

Marktleugast — Seit 1986 arbeitet die Gemeinde Marktleugast mit dem Instrument der Städtebauförderung – und will es auch weiterhin tun, wenngleich die Finanzlage derzeit nicht rosig aussieht.
Franz Uome erinnerte an das kürzlich von einem Ingenieurbüro vorgelegte Konzept für
Marktleugast, das Projekte für den Zeitraum der nächsten zehn bis 15 Jahre auflistet. Maßnahmen könnten aber nur nach der jeweiligen Haushaltslage angegangen werden, sagte er und sprach von Schwerpunkten im Kirchenumfeld und in der Marktleugaster Ortsmitte.

Ideenwettbewerb
Was den so genannten Radonplatz, den Standort des abgerissenen Rathauses, angeht, kann sich Uome durchaus einen Ideenwettbewerb vorstellen, in den speziell die Jugend eingebunden wird.
Norbert Volk erinnerte daran, dass die Marktgemeinde bereits Fördermittel für die Mauersanierung im Antoniusweg erhalten hat. „Und auch die Sanierung der Kirchentreppe wird viel Geld kosten“, betonte er und unterstrich, dass Marktleugast auf jeden Fall alle Fördermöglichkeiten ausschöpfen müsse.
Reiner Meisel sieht bei Bauvorhaben durchaus eine gewisse Eile. „Man kann nicht mit Entscheidungen arbeiten, die erst in Jahrzehnten umgesetzt werden“, so seine Ansicht. Stattdessen müsse Marktleugast Projekte „viel aktiver angehen“, das „Engagement der Bürger einbeziehen“ und für eine „Aufbruchstimmung sorgen“.

Handlungsbedarf in Ortsteilen
Auch für die Marktleugaster Ortsteile sehen die drei Kandidaten Handlungsbedarf. Während Norbert Volk zunächst einmal die jährlichen Aufwendungen von 90 000 Euro aus der Konzessionsabgabe für notwendige Straßensanierung nannte, braucht nach Ansicht von Reiner Meisel jeder Ortsteil („Kanal- und Straßenbau ist Standard“) ein Gasthaus und Vereine, die nach Ansicht aller drei Kandidaten trotz finanzieller Engpässe
auch künftig durch die Gemeinde gefördert werden sollten. Außerdem sollte sich die Gemeindespitze einmal pro Jahr in den Ortsteilen sehen lassen, um zu erfahren, was die Leute brauchen. Franz Uome nannte einige mögliche Maßnahmen für Mannsflur, die ohne größeren finanziellen Aufwand zu schaffen wären.

 

Mehr Transparenz

Marktleugast — Mehr Bürgerbeteiligung und Transparenz im Rathaus wird im Wahlkampf
gefordert. „Und das muss auch umgesetzt werden“, betonte Reiner Meisel, der den Abbruch des Rathauses und die Dorferneuerung Steinbach im Vorab gerne mit den Bürgern offen beredet hätte.
Franz Uome sieht ein probates Mittel dafür in Bürgerversammlungen in den Ortsteilen. „Wir müssen einen neuen Politikstil ins Rathaus bekommen, einen Wettbewerb der besten Ideen.“
Offen und ehrlich, so bezeichnete Norbert Volk seine bisherige Rathauspolitik. Zugleich bedauerte er, dass das Interesse der Bürger an der Gemeindepolitik aber sehr gering ist. Bei den Ratssitzungen und den Bürgerversammlungen sehe er fast immer die gleichen Besucher.