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Punkten mit Zahlen und Fakten

Die Zeit drängt. Kulmbachs Landrat Klaus Peter Söllner muss zum nächsten Wahlkampftermin. Derzeit besucht er jeden Abend zwei bis drei derartige Veranstaltungen. Er fährt von einem Termin zum nächsten, manchmal quer durch den ganzen Landkreis. Foto: Fölsche

Wahlkampf

 

Klaus Peter Söllner (Freie Wähler) möchte Kulmbachs Landrat bleiben. Um den Bürgern seine politischen Ziele zu erläutern, besucht er täglich zwei bis drei Veranstaltungen. Freizeit bleibt ihm dabei kaum.
Von Kristina Schmidl, Frankenpost vom 26.02.2008
 

Kulmbach – Schnellen Schrittes eilt Landrat Klaus Peter Söllner in den Saal des Gasthofs, in dem sich an diesem Abend die Freien Wähler Marktschorgast treffen. Er trägt einen schicken Anzug und hat seinen Terminkalender in der Hand. Den Kalender stets griffbereit zu haben, ist für Söllner im Wahlkampf enorm wichtig – sonst hätte er wohl kaum eine Chance, Überblick über seine vielen Termine zu bewahren.
Der 51-jährige möchte am Sonntag wieder zum Landrat gewählt werden. Deshalb macht er bereits seit Anfang Januar im ganzen Wahlkreis die Runde. Pro Abend besucht er zwei bis drei Wahlkampfveranstaltungen. Meistens geht es um 19 Uhr los und dauert bis 23 Uhr. Das Treffen der Freien Wähler Marktschorgast, ist sein 63., das der Freien Wähler Himmelkron, zu dem er anschließend fährt, sein 64. Wahlkampftermin bei dieser Kandidatur.
Bevor Söllner sich in Marktschorgast ans Rednerpult stellt, um ein Grußwort zu sprechen, klopft er im voll besetzten Saal freundlich auf alle Tische, um seine Kollegen von den Freien Wählern zu begrüßen. Dann spricht er über seine politischen Ziele – leidenschaftlich und nüchtern zugleich. Es gelte, Stärken zu nutzen, Strukturen zu erhalten und mit Optimismus Chancen zu ergreifen. Und dabei setzt er auf Gemeinsamkeit.

Ausgleichender Stil

Die Vorteile, Chancen aber auch die Probleme des Landkreises versucht er, durch Zahlen und Fakten darzustellen. Ein Skript hat er nicht dabei. „Reden schreibe ich nie. Ich überlege mir, was ich sage, und dann lege ich einfach los“, sagt Söllner. Sein Stil ist nicht aggressiv. „Ich verbinde lieber und gleiche aus. Ich greife in meinen Reden selten jemanden an“, betont der Landrat.
Nach seiner Ansprache nimmt er eine Prise Schnupftabak, verabschiedet sich und fährt weiter nach Himmelkron. Die Veranstaltung hat schon begonnen. Vor Söllners Rede gibt es eine kurze Rauchpause. Viele Freie Wähler kommen zu ihm, schütteln ihm die Hand, lächeln ihn an und verwickeln ihn in ein Gespräch. Sie freuen sich, dass er da ist. Das macht den Landrat glücklich. Seine rehbraunen Augen funkeln.
Er versuche nicht, die Wähler an der Nase herumzuführen, sondern sei authentisch. „Ich kann doch keine Sau durch‘s Dorf treiben, die es gar nicht gibt“, sagt der Landrat. „Der Wahlkampf ist doch kein Schauspiel für die Presse, sondern der Versuch, der Kandidaten, sich durchzusetzen, um die Interessen der Bürger zu vertreten.“

Ein Gläschen Wein am Abend

Söllner legt oft weite Distanzen im Auto zurück. Daher ist es ihm ganz recht, dass Eis und Schnee im Januar und Februar ausgeblieben sind. In den Wahlkämpfen vor sechs und vor zwölf Jahren waren die Bedingungen schlechter.
Freizeit hat Söllner seit dem Wahlkampfauftakt nicht mehr. „Stressig ist es schon, aber nervig nie“, sagt er. Schließlich geht er ohnehin nie zeitig ins Bett. Wenn er nachts von seinen Wahlveranstaltungen nach Hause kommt, versucht er zur Ruhe zu kommen, indem er es sich gemütlich macht und sich mit seiner Frau unterhält. „Ilse interessiert sich schon für mein Amt, aber sie würde mir nie irgendwo reinreden“, sagt der Landrat.
Bevor er Schlafen geht, gönnt er sich noch ein Gläschen Wein. Tagsüber trinkt er keinen Alkohol – nur Wasser. Schließlich muss er Autofahren.
Ob er glaubt, wiedergewählt zu werden oder nicht, das kann der Landrat nicht sagen. „Ich nehme meinen Gegner schon ernst.“