Klausurtagung in Ebern

27.01.2022
Marktleugaster Ratsmitglieder tagen in Ebern

In ziviler Montur in die Kaserne zur Klausur – Marktleugaster Ratsmitglieder tagen in Ebern 

Am vergangenen Samstag hieß es „einrücken“ für die Gemeinderäte von Freien Wählern und Wählergemeinschaft Marktleugast. 

In einer zweitägigen „Fraktionsklausur“ tagte man in der ehemaligen Kaserne in Ebern, um sich über laufende Projekte aber auch um die Zukunftsgestaltung der Marktleugaster Gemeinde Gedanken zu machen. Nach der vordefinierten Tagesordnung kamen vor allem sehr brisante Themen, wie zum Beispiel die Umsetzung des Pilger- und Bürgerzentrums Marienweiher zur Sprache. War man gerade bei diesem Thema doch bei der letzten Gemeinderatssitzung in einigen Punkten anderer Meinung als es das Konzept der Architekten vorsah. Natürlich haben alle Interesse daran, ein solch wichtiges Projekt für Marienweiher voranzutreiben. Letztlich jedoch sind vorgesehene Ideen und Lösungsansätze aus Sicht der Fraktionen WGM und Freie Wähler anders, gar kostengünstiger umsetzbar. Allein die Vielzahl der in der Sitzung gestellten Fragen zeigte, dass noch enormer Klärungsbedarf bestand. Darüber konnte auch die Aussage des Architekten nicht hinweghelfen, der ansprach, bereits vier Mal über das Projekt in der Gemeinde berichtet zu haben. War beim ersten Treffen aus jeder Fraktion nur ein Ratsmitglied zugegen, wurden bei den zwei Folgeterminen lediglich Grobplanungen und eine Besichtigung des Istzustandes des Gebäudes in Marienweiher mit Vorstellung möglicher Umsetzungsideen des Architekten besprochen. Detailfragen, wie sie von den Ratsmitgliedern gestellt wurden, waren erst am Montag und somit unmittelbar vor der Beschlussfassung möglich. „Wir sehen im Bereich der Folgekosten für den Unterhalt des Hauses trotz der guten und intensiven Planung noch Einsparpotential und werden unsere Ideen und Änderungswünsche bei der Verwaltung vorbringen“, macht Setrick Röder deutlich. Doch nicht nur Marienweiher 16 stand auf dem Tagungsplan. Verschiedene geplante Bauvorhaben, energetische Sanierungsmöglichkeiten und auch die Restauration von Denkmälern und Infrastrukturmaßnahmen im Gemeindegebiet wurden diskutiert. Den Tagungsabschluss bildete ein Gesprächsaustausch in Sachen Gemeindepolitik mit dem 2. Bürgermeister der Gemeinde Burgpreppach, Reinhold Klein.  Bevor sich die 8 Teilnehmer auf den Heimweg machten, führte der ehemalige Kompanietruppführer Willi Kleinlein in Ebern durch das Garnisonsmuseum. Hier konnte man deutlich sehen, wie Politik auf der großen Bühne einen Ort verändern kann. Waren hier früher 2500 Soldaten in einer der modernsten Kasernen untergebracht, wurden die Kasernenblöcke mittlerweile verkauft oder stehen leer. In einem Block jedoch, in einem ganz besonderen, ist heute das Museum und auch das Hotel mit Gaststätte untergebracht, in dem die Fraktionen unter Einhaltung der Coronaregeln stabsmäßig tagen konnten. Alles in Allem ein gelungenes Wochenende, um mit neuer Kraft und neuen Ideen wieder anzugreifen. 

 

Im Bild von links nach rechts:
hinten: Willi Kleinlein (Museumsführer); Reiner Maisel (FW); Setrick Röder (FW); Marco Buß (FW); Yves Wächter (FW);
vorn:    Marco Rödel (WGM); Reinhold Klein (2. Bgm Burgpreppach); Norbert Volk (WGM); Matthias Schramm (FWGN); Hans Pezold (WGM)